Das Leben sagt „Stopp“.
Nicht aus Bosheit, sondern weil es spürt, dass uns die Energie ausgeht.
Die Krise will, dass wir Tempo herausnehmen.
Dass wir langsamer und leiser werden.
Managen ist geschäftig und oft laut.
Führung beginnt – zumindest zunächst – leise.
Sie braucht Raum zum Hinhören, zum Nachdenken, zum Innehalten.
Im Hamsterrad ist das kaum möglich.
Der Lärm des Alltags übertönt unsere innere Stimme.
"Diese innere Stimme ist leise."
Sie ist nicht die Stimme des Egos.
Sie wird nicht vom Verstand getragen.
Es ist die Stimme unseres Selbst.
Die Stimme in uns, die weiß, dass ein erfülltes Leben
nicht im Vergleich mit anderen entsteht,
sondern im authentischen Ausdruck dessen, was uns im Innersten entspricht.
Dieses Selbst will nicht besiegen, überzeugen oder besser sein als andere.
Es will beitragen – zu etwas, das größer ist als man selbst.
Weil es weiß, dass wir keine voneinander getrennten Individuen sind.
Dass auf diesem Planeten alles mit allem verbunden ist.
Und dass Verantwortung immer auch Verantwortung für die Mitwelt bedeutet.
Selbstführung bedeutet, zu lernen, dieser inneren Stimme wieder zuzuhören.
Sie im Lärm der Gedanken wahrzunehmen.
Sie zu pflegen.
Wenn das gelingt, entsteht daraus etwas wie ein innerer Ruf.
Die Stimme wird klarer – und wir mit ihr.
Schritt für Schritt wird uns bewusster,
was richtig und wichtig ist.
Dann geht es nicht mehr darum,
möglichst viel in unsere Lebenszeit hineinzupressen,
sondern das Richtige.
Wenn wir aus dieser inneren Verbindung heraus führen –
unser Leben, unsere Arbeit, unsere Verantwortung –,
gewinnen wir Energie durch das Leben,
statt sie im ständigen Funktionieren zu verlieren.
Das Geheimnis eines erfüllten Lebens
liegt nicht in der Anzahl der Ereignisse,
sondern in der Qualität der Erfahrungen,
die unser Innerstes nähren.